Veranstaltungen

Kristina Lunk und Dorota Szymanska

07.07.2021, 18:00 Uhr, Online via Zoom

Queeres und Migration als Themen des Sozialministeriums

Sowohl LSBTI* als auch Menschen mit Migrationsgeschichte sind spezifische Zielgruppen in der Arbeit des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Wie damit verbundene Aufgaben jeweils angegangen werden und welche Schnittmengen zwischen beiden Themen gesehen werden, bildet den Rahmen für ein Gespräch mit den u.a. dafür zuständigen Referentinnen Frau Lunk und Frau Szymanska. Angesprochen werden dabei sowohl grundsätzliche gesellschaftspolitische Entwickelungen als auch die Möglichkeiten eines Ministeriums zu agieren und zivilgesellschaftliches Engagement zu unterstützen. Dabei wird einerseits über Begleitprogramme zur Ausstellung diskutiert und andererseits breiter über die Fördermöglichkeiten solcher Programme. Im Anschluss an das von Kristina Schneider und Thomas Wilde geführte Gespräch besteht die Möglichkeit zu Rückfragen.

Kristina Lunk

Referentin für die Belange sowie die Akzeptanz und Förderung von LSBTI* im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Dorota Szymanska

Referentin für Migration und Teilhabe im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Vergangene Veranstaltungen

Prof. Dr. Castro Varela

19.05.2021

Queer postkolonial und kontrapunktisch

Geschlecht und Sexualität werden immer noch meist aus einer Perspektive betrachtet, die europäische Vorstellungen zum Maßstab macht. So wird etwa die sexuelle Vielfalt als ein Zeichen für Fortschritt gedeutet, den die Länder des globalen Südens auch erreichen sollten. In Vergessenheit gerät dabei zum einen die Tatsache, dass sexuelle Handlungen und Geschlechtskonzepte von Land zu Land sehr unterschiedlich sein können. Zum anderen wird die postkoloniale Gewalt ignoriert, die dafür gesorgt hat, dass sich europäische Vorstellungen zu Sexualität und Geschlecht durchsetzen konnten und dabei gleichzeitig als modern eingeordnet wurden und werden. Eine postkoloniale Untersuchung deckt diese Gewalt auf, während „kontrapunktische“ Perspektiven dazu beitragen, die globale Vielfalt hörbar zu machen.

Prof. Dr. Castro Varela

Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen: Gender und Queer Studies, Postkoloniale Theorie, Kritische Migrationsforschung, Kritische Bildungswissenschaften, Trauma Studien und Verschwörungsnarrative.

Dr. Lüder Tietz

09.06.2021

Two-Spirit: LSBT*I*/Q im indigenen Nordamerika

Die heutige Situation der Two-Spirits wird vor dem Hintergrund der europäischen Kolonisation indigener Kulturen dargestellt. Erfahrungen aus einer ethnographischen Feldforschung und biographischen Interviews werden genauso einbezogen wie heutige aktivistische und künstlerische Positionen. Nach Gründung einer ersten Coming-out-Gruppe in San Francisco im Jahr 1975 hat sich seit Ende der 1980er Jahre ein Netzwerk von Organisationen in verschiedenen Metropolen Nordamerikas gebildet. Dieses hat 1990 bewusst den Begriff TwoSpirit in Abgrenzung zum früheren eurokolonialen Begriff “Berdache” gewählt, um eine spezifisch indigene Perspektive zu betonen.

Biographische Portraits zeigen viele Unterschiede in der Selbstdefinition bezüglich Ethnizität, Geschlecht und Sexualität auf. Etliche Künstler*innen haben in Romanen, Kurzgeschichten, Gemälden, Installationen usw. die anhaltenden Folgen der Kolonisation auf ihr Leben und ihre spezifischen Empowerment-Stategien thematisiert.

Das Video der Veranstaltung folgt Ende Juli 2021.

Dr. Lüder Tietz

Gender, Queer und Sexuality Studies, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, freiberuflicher Trainer und Coach.

In Kooperation mit

Gefördert durch
das ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

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