Veranstaltungen

Göttingen 11.11. – 30.11.2021

Vergangene Veranstaltungen

Wolfsburg 17.09. – 05.10.2021

 05.10.2021 | Führung

Foyer der VHS im Bildungshaus Wolfsburg, Hugo-Junkers-Weg 5

 

mit Kristina Schneider, VNB

 

 

 

18.09.2021 | Vernissage

Rotunde der VHS im Bildungshaus Wolfsburg, Hugo-Junkers-Weg 5

Ausstellungseröffnung „Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel“

 

Die Gäste und Sprecher*innen der Eröffnungsfeier am 18.9.2021 in Wolfsburg.

 

 

 

 

 

24.09.2021 | Jens Schadendorf

LGBT+ Freundlichkeit von Unternehmen: nur Pinkwashing oder eingelöstes Versprechen?

Viele global agierende Unternehmen haben die LGBT+ Community entdeckt: als leistungsbereite Talente, als moderne Multiplikatoren in Medien und Öffentlichkeit, als Kunden, mit denen sie Geld verdienen können. Nicht selten (be)nutzen sie gleichgeschlechtliche Paare in ihrer Werbung oder den Regenbogen für ihre Pride-Kollektionen und auf andere Weise.

Aber meinen die Unternehmen es auch ernst? Oder tun sie nur als ob, um besonders offen, cool und bunt zu wirken, ohne es in Wirklichkeit zu sein? Sind sie „Pinkwasher“? Wann kann man ihnen glauben? Und gibt es nicht eigentlich Wichtigeres?

Mit einer Mischung aus Vortrag und Lesung aus seinem neuen Buch, für das er auf vier Kontinenten unterwegs war, erzählt Ökonom Jens Schadendorf lebendige Geschichten aus Deutschland, Europa und der Welt. Sie zeigen nicht nur, was es mit der neuen LGBT+ Freundlichkeit von Unternehmen wirklich auf sich hat. Sie beantworten vielmehr auch, ob es sich eigentlich lohnt, regenbogenfreundlich zu sein – wirtschaftlich, sozial und ethisch. Schadendorf macht außerdem deutlich, wie Unternehmen Strategien zur LGBT+ Inklusion nicht nur ökonomisch erfolgreich vorantreiben, sondern auch mit ihrer Verantwortung für die Gesellschaft verzahnen können.

Aufgrund derzeitiger Corona-Regelungen sind die Plätze jeweils begrenzt, sodass eine Anmeldung notwendig ist. Nach der 3-G Regel kommen Sie bitte geimpft, getestet oder genesen zu den Veranstaltungen. Die Räume sind barrierearm zugänglich. Die Für Interessierte außerhalb Wolfsburgs wird ein Stream eingerichtet. 

Jens Schadendorf

Jens Schadendorf studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Fribourg, Singapur und Bangkok und war lange Programmleiter renommierter Verlage wie Gabler, Econ und Herder. Heute berät er Unternehmen, Wissenschaftler und Manager bei Buchprojekten. Daneben ist er freier Diversity-Forscher an der TU München und Autor mehrerer Bücher. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

In seinem neuen, auch auf englisch erschienenen Buch „GaYme Changer – Wie eine dynamische Minderheit die globale Wirtschaft verändert“ hat Jens Schadendorf der LGBT+ Community und ihrer rasant wachsenden Zahl von Verbündeten weltweit intensiv nachgespürt. Der Befund ist eindeutig: Auch gegen Widerstände lohnt es sich für Unternehmen ökonomisch und ethisch mehr denn je, Schwule, Lesben & Co. zu dynamischen „GaYme Changern“ werden zu lassen: mit innovativen Strategien, Maßnahmen und Kooperationen, mit starken Anführern und Vorbildern. Wie es aussieht, ist diese Entwicklung vielerorts kaum mehr aufzuhalten.

 

Wilhelmshaven 03.09. – 17.09.2021

17.09.2021 | Führung

im Foyer der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

mit Kristina Schneider, VNB

 

 

 

03.09.2021 | Vernissage

im Saal der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

Ausstellungseröffnung „Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel“

 

Im Rahmen der digitalen Eröffnung 19.05. – 07.07.2021

Kristina Lunk und Dorota Szymanska

07.07.2021

Queeres und Migration als Themen des Sozialministeriums

Sowohl LSBTI* als auch Menschen mit Migrationsgeschichte sind spezifische Zielgruppen in der Arbeit des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Wie damit verbundene Aufgaben jeweils angegangen werden und welche Schnittmengen zwischen beiden Themen gesehen werden, bildet den Rahmen für ein Gespräch mit den u.a. dafür zuständigen Referentinnen Frau Lunk und Frau Szymanska. Angesprochen werden dabei sowohl grundsätzliche gesellschaftspolitische Entwickelungen als auch die Möglichkeiten eines Ministeriums zu agieren und zivilgesellschaftliches Engagement zu unterstützen. Dabei wird einerseits über Begleitprogramme zur Ausstellung diskutiert und andererseits breiter über die Fördermöglichkeiten solcher Programme. Im Anschluss an das von Kristina Schneider und Thomas Wilde geführte Gespräch besteht die Möglichkeit zu Rückfragen.

Kristina Lunk

Referentin für die Belange sowie die Akzeptanz und Förderung von LSBTI* im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Dorota Szymanska

Referentin für Migration und Teilhabe im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

 

07.09.2021 | Vortrag von Lucie Veith

im Saal der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

Inter*geschlechtlichkeit

als Aufgabe und Chance, die Vielfalt der Menschen sichtbar zu machen und die Werte des Grundgesetzes im Alltag zu verankern 

Nicht alle Menschen haben Körper, die ausschließlich männliche oder weibliche Merkmale haben. Allerdings wurde dies bis in die Gegenwart kaum thematisiert. Warum das anders werden muss und was wir alle davon haben, erläutert Lucie Veith in ihrem Vortrag. Neben grundlegenden Informationen zu Intergeschlechtlichkeit wird Lucie Veith dabei auch auf in der Ausstellung SuGiS präsentierte Vielfalt der Geschlechterverständnisse eingehen. Abgerundet wird der Vortrag durch die Einordnung des Themas in die Programme der Bundesregierung u.a. zur Förderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, die auch Anknüpfungspunkte für kommunale Arbeit bieten.

Prof. Dr. Castro Varela

19.05.2021

Queer postkolonial und kontrapunktisch

Geschlecht und Sexualität werden immer noch meist aus einer Perspektive betrachtet, die europäische Vorstellungen zum Maßstab macht. So wird etwa die sexuelle Vielfalt als ein Zeichen für Fortschritt gedeutet, den die Länder des globalen Südens auch erreichen sollten. In Vergessenheit gerät dabei zum einen die Tatsache, dass sexuelle Handlungen und Geschlechtskonzepte von Land zu Land sehr unterschiedlich sein können. Zum anderen wird die postkoloniale Gewalt ignoriert, die dafür gesorgt hat, dass sich europäische Vorstellungen zu Sexualität und Geschlecht durchsetzen konnten und dabei gleichzeitig als modern eingeordnet wurden und werden. Eine postkoloniale Untersuchung deckt diese Gewalt auf, während „kontrapunktische“ Perspektiven dazu beitragen, die globale Vielfalt hörbar zu machen.

Prof. Dr. Castro Varela

Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen: Gender und Queer Studies, Postkoloniale Theorie, Kritische Migrationsforschung, Kritische Bildungswissenschaften, Trauma Studien und Verschwörungsnarrative.

Dr. Lüder Tietz

09.06.2021

Two-Spirit: LSBT*I*/Q im indigenen Nordamerika

Die heutige Situation der Two-Spirits wird vor dem Hintergrund der europäischen Kolonisation indigener Kulturen dargestellt. Erfahrungen aus einer ethnographischen Feldforschung und biographischen Interviews werden genauso einbezogen wie heutige aktivistische und künstlerische Positionen. Nach Gründung einer ersten Coming-out-Gruppe in San Francisco im Jahr 1975 hat sich seit Ende der 1980er Jahre ein Netzwerk von Organisationen in verschiedenen Metropolen Nordamerikas gebildet. Dieses hat 1990 bewusst den Begriff TwoSpirit in Abgrenzung zum früheren eurokolonialen Begriff “Berdache” gewählt, um eine spezifisch indigene Perspektive zu betonen.

Biographische Portraits zeigen viele Unterschiede in der Selbstdefinition bezüglich Ethnizität, Geschlecht und Sexualität auf. Etliche Künstler*innen haben in Romanen, Kurzgeschichten, Gemälden, Installationen usw. die anhaltenden Folgen der Kolonisation auf ihr Leben und ihre spezifischen Empowerment-Stategien thematisiert.

Dr. Lüder Tietz

Gender, Queer und Sexuality Studies, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, freiberuflicher Trainer und Coach.

In Kooperation mit

Gefördert durch
das ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

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