Veranstaltungen

Göttingen 11.11. – 30.11.2021

CORONA – Für alle Veranstaltungen im Neuen Rathaus in Göttingen gilt:

Aufgrund derzeitiger Corona-Regelungen sind die Plätze begrenzt, sodass eine Anmeldung vorab notwendig ist. Im Neuen Rathaus gilt Abstand halten und Maskenpflicht, am Sitzplatz kann die Maske abgenommen werden. Bei Einlass wird die Einhaltung von 2G (für Personen unter 18 Jahren 3G) überprüft und die Kontaktdaten erfasst. Die Reglungen können sich aufgrund des Infektionsgeschehens kurzfristig ändern. Die Räume sind barrierearm zugänglich.

29.11.2021 | 10:30 | WS mit BiPlus

Achtung jetzt Online über Zoom! Ratssaal, Neues Rathaus Göttingen

Praxisworkshop: LSBTI* Geflüchtete

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind als Fluchtgrund vom VN-Flüchtlingswerk (UNHCR) sowie von der EU anerkannt, doch gestaltet sich die Anerkennung von LSBTI*-Geflüchteten schwierig, sodass Handlungsbedarf besonders beim Schutz dieser Geflüchteter im Ankunftsland bestehen bleibt. In diesem Praxisworkshop werden wir nach einer Einführung in das Thema und die Herausforderungen, die diese Intersektionalität begleiten, über die Bedeutungen für die Geflüchtetenhilfe diskutieren. Anschließend arbeiten wir gemeinsam aus, was wir in der Göttinger Region in die Wege leiten können. Dieser Workshop findet in Kooperation mit dem Büro für Integration der Stadt Göttingen und Landkreis Northeim statt, und wird zusammen von Mitarbeitenden des Queer Refugees Deutschland (LSVD e. V.), dem Queeren Zentrum Northeim und BiPlus Göttingen durchgeführt.

Der Workshop richtet sich an Hauptamtliche und Ehrenamtliche der Geflüchtetenhilfe und Integrationsarbeit, sowie andere Multiplikator*innen und LSBTIQA*-Aktivist*innen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre Sprachwünsche (Deutsch/Englisch) an. Auf Wunsch können Teilnahmebescheinigungen ausgestellt werden. Sie erhalten den Link zum Zoom-Raum in der Anmeldebestätigung.

 

CORONA – Applicable to all events at the New City Hall in Göttingen:

Due to current COVID19 regulations, spots are limited, so registration in advance is required. It is mandatory to keep distance and wear a mask in the New City Hall, masks may be removed while seating. Upon arrival the 2G status is checked (for people under age 3G) and you are required to provide contact information. The regulations may change at short notice due to the infection situation. The rooms are wheelchair accessible.

 

Workshop: LGBTI* Refugees

Sexual orientation and gender identity (SOGI) are recognized as asylum claims by the UN Refugee Agency (UNHCR) and the EU, but the process to recognition as LGBTI * refugees remains burdensome. There is still need for action, particularly when it comes to protecting these refugees in the countries of arrivals. In this practical workshop, we provide an introduction to the topic and discuss the challenges of this intersectional issue of LGBTI* refugees. We will then focus on the practical implications for refugee relief and what we can specifically initiate in the greater Göttingen region. This workshop takes place in cooperation with the Office for Integration of the City of Göttingen and Landkreis Northeim, and is conducted by members of Queer Refugees Germany (LSVD e.V.), the Queer Center Northeim and BiPlus Göttingen.

The workshop is designed for staff and volunteers in refugee aid and integration work, as well as other multipliers and LGBTIQA* activists. Please specify your language requirements (German/English) when registering. Certificates of attendance can be issued upon request. After registering, you will receive the Link to the digital Zoom-conference room.

Vergangene Veranstaltungen

Göttingen 11.11. – 30.11.2021

 22.11.2021 | 16:00 | WS mit SCHLAU

Raum Thorn 126, Neues Rathaus Göttingen

Workshop: Queere Antidiskriminierungsarbeit in Schule und Jugendarbeit

Queere Identitäten und Lebensweisen rücken immer mehr in den Vordergrund und beschäftigen viele Jugendliche. In diesem Workshop stellt das Antidiskriminierungsprojekt SCHLAU Göttingen seine Arbeit vor und gibt Hinweise zum Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in der Arbeit mit Jugendlichen.

Der Workshop richtete sich an Lehrer*innen und Pädagog*innen, die ihr Wissen zu diesen Themen ausbauen wollen.

16.11.2021 | 17:30 | WS mit BiPlus

Raum Thorn 126, Neues Rathaus Göttingen

Workshop: Queere Intersektionalitäten

Intersektionalität ist gleich Mehrfachdiskriminierung, eine Anhäufung von Eigenschaften und Erfahrungen an Marginalisierungen in der Gesellschaft? Wir klären das mittlerweile häufig erwähnt und benutzte, aber auch missverstandene Konzept der Intersektionalität auf, und zwar anhand des Beispiels von Queeren Identitäten. Ein bisschen Theorie, ein bisschen Aktivismus, ganz viel aber praktische und gelebte Erfahrungen und Beispiele, damit das Konzept der Intersektionalität greifbarer wird und auch, um die viel zu selten thematisierte queer-migrantische Perspektive zu Wort kommen zu lassen. Schwerpunkt bei den Beispielen ist dabei die Intersektionalität von Queerness und Migration/Ethnizität, mit regionalem Schwerpunkt in Südeuropa und dem asiatischen Raum.

Der Workshop richtete sich an Multiplikator*innen, LSBTIQA*-Aktivist*innen, queere & nicht-queere Interessierte.

Workshop: Queer intersectionalities

Intersectionality equals multiple discrimination, an accumulation of characteristics and experiences of marginalization in society? With our workshop, we want to elucidate the often mentioned and used, but also misunderstood concept of intersectionality, using the example of queer identities. A bit of theory, a bit of activism, but a lot of practical and lived experiences and examples so that the concept of intersectionality becomes more tangible. We specifically shed light on the queer-migrant perspective, which is far too rarely discussed, whereas we regionally focus on Southern European and Asian contexts.

The workshop was designed for multipliers, LGBTIQA* activists, queer & non-queer interested people. 

 

 

 

24.11.2021 | 16:00 | Führung

Foyer des Neuen Rathaus Göttingen

Führung für Jugendliche, mit Kristina Schneider, VNB

 

 17.11.2021 | 16:00 | Führung

Foyer des Neuen Rathaus Göttingen

Führung für Erwachsene, mit Kristina Schneider, VNB

 

13.11.2021 | 17:30 | Futur Drei

14.11.2021 | 17:30 | Film

15.11.2021 | 17:30 | Film

17.11.2021 | 20:00 | Film

Kino Lumière, Geismar Landstraße 19

Film: Futur Drei

D 2020, 92 Minuten, FSK 16, Regie: Faraz Shariat

Parvis wächst bei seinen iranischen Einwanderer-Eltern in Hildesheim auf. Dem Provinzleben versucht er sich durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entziehen. In einer Unterkunft für Geflüchtete trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

In seinem autobiographischen Filmdebüt erzählt Faraz Shariat, Jahrgang 1994, authentisch vom queeren Heranwachsen eines jungen Migranten in Deutschland. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde „Futur Drei“ auf der Berlinale 2020 mit dem Teddy ausgezeichnet.

Pro Termin haben wir für Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene 10 Freikarten angeboten. Wir danken dem Kino Lumiére / Méliès für die Zusammenarbeit. 

11.11.2021 | Vernissage

Ratssaal des Neuen Rathaus Göttingen, Hiroshimaplatz 1-4

Ausstellungseröffnung „Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel“

 

Teile des Kooperationsteam auf der Eröffnungsfeier am 11.11.2021 in Göttingen.

Wolfsburg 17.09. – 05.10.2021

 05.10.2021 | Führung

Foyer der VHS im Bildungshaus Wolfsburg, Hugo-Junkers-Weg 5

 

mit Kristina Schneider, VNB

 

 

 

18.09.2021 | Vernissage

Rotunde der VHS im Bildungshaus Wolfsburg, Hugo-Junkers-Weg 5

Ausstellungseröffnung „Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel“

 

Die Gäste und Sprecher*innen der Eröffnungsfeier am 18.9.2021 in Wolfsburg.

 

 

 

24.09.2021 | Jens Schadendorf

LGBT+ Freundlichkeit von Unternehmen: nur Pinkwashing oder eingelöstes Versprechen?

Viele global agierende Unternehmen haben die LGBT+ Community entdeckt: als leistungsbereite Talente, als moderne Multiplikatoren in Medien und Öffentlichkeit, als Kunden, mit denen sie Geld verdienen können. Nicht selten (be)nutzen sie gleichgeschlechtliche Paare in ihrer Werbung oder den Regenbogen für ihre Pride-Kollektionen und auf andere Weise.

Aber meinen die Unternehmen es auch ernst? Oder tun sie nur als ob, um besonders offen, cool und bunt zu wirken, ohne es in Wirklichkeit zu sein? Sind sie „Pinkwasher“? Wann kann man ihnen glauben? Und gibt es nicht eigentlich Wichtigeres?

Mit einer Mischung aus Vortrag und Lesung aus seinem neuen Buch, für das er auf vier Kontinenten unterwegs war, erzählt Ökonom Jens Schadendorf lebendige Geschichten aus Deutschland, Europa und der Welt. Sie zeigen nicht nur, was es mit der neuen LGBT+ Freundlichkeit von Unternehmen wirklich auf sich hat. Sie beantworten vielmehr auch, ob es sich eigentlich lohnt, regenbogenfreundlich zu sein – wirtschaftlich, sozial und ethisch. Schadendorf macht außerdem deutlich, wie Unternehmen Strategien zur LGBT+ Inklusion nicht nur ökonomisch erfolgreich vorantreiben, sondern auch mit ihrer Verantwortung für die Gesellschaft verzahnen können.

Aufgrund derzeitiger Corona-Regelungen sind die Plätze jeweils begrenzt, sodass eine Anmeldung notwendig ist. Nach der 3-G Regel kommen Sie bitte geimpft, getestet oder genesen zu den Veranstaltungen. Die Räume sind barrierearm zugänglich. Die Für Interessierte außerhalb Wolfsburgs wird ein Stream eingerichtet. 

Jens Schadendorf

Jens Schadendorf studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Fribourg, Singapur und Bangkok und war lange Programmleiter renommierter Verlage wie Gabler, Econ und Herder. Heute berät er Unternehmen, Wissenschaftler und Manager bei Buchprojekten. Daneben ist er freier Diversity-Forscher an der TU München und Autor mehrerer Bücher. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

In seinem neuen, auch auf englisch erschienenen Buch „GaYme Changer – Wie eine dynamische Minderheit die globale Wirtschaft verändert“ hat Jens Schadendorf der LGBT+ Community und ihrer rasant wachsenden Zahl von Verbündeten weltweit intensiv nachgespürt. Der Befund ist eindeutig: Auch gegen Widerstände lohnt es sich für Unternehmen ökonomisch und ethisch mehr denn je, Schwule, Lesben & Co. zu dynamischen „GaYme Changern“ werden zu lassen: mit innovativen Strategien, Maßnahmen und Kooperationen, mit starken Anführern und Vorbildern. Wie es aussieht, ist diese Entwicklung vielerorts kaum mehr aufzuhalten.

 

Wilhelmshaven 03.09. – 17.09.2021

17.09.2021 | Führung

im Foyer der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

mit Kristina Schneider, VNB

 

 

 

03.09.2021 | Vernissage

im Saal der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

Ausstellungseröffnung „Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel“

 

Im Rahmen der digitalen Eröffnung 19.05. – 07.07.2021

Kristina Lunk und Dorota Szymanska

07.07.2021

Queeres und Migration als Themen des Sozialministeriums

Sowohl LSBTI* als auch Menschen mit Migrationsgeschichte sind spezifische Zielgruppen in der Arbeit des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Wie damit verbundene Aufgaben jeweils angegangen werden und welche Schnittmengen zwischen beiden Themen gesehen werden, bildet den Rahmen für ein Gespräch mit den u.a. dafür zuständigen Referentinnen Frau Lunk und Frau Szymanska. Angesprochen werden dabei sowohl grundsätzliche gesellschaftspolitische Entwickelungen als auch die Möglichkeiten eines Ministeriums zu agieren und zivilgesellschaftliches Engagement zu unterstützen. Dabei wird einerseits über Begleitprogramme zur Ausstellung diskutiert und andererseits breiter über die Fördermöglichkeiten solcher Programme. Im Anschluss an das von Kristina Schneider und Thomas Wilde geführte Gespräch besteht die Möglichkeit zu Rückfragen.

Kristina Lunk

Referentin für die Belange sowie die Akzeptanz und Förderung von LSBTI* im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Dorota Szymanska

Referentin für Migration und Teilhabe im Nds. Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

 

07.09.2021 | Vortrag von Lucie Veith

im Saal der VHS Wilhelmshaven, Virchowstr. 29

Inter*geschlechtlichkeit

als Aufgabe und Chance, die Vielfalt der Menschen sichtbar zu machen und die Werte des Grundgesetzes im Alltag zu verankern 

Nicht alle Menschen haben Körper, die ausschließlich männliche oder weibliche Merkmale haben. Allerdings wurde dies bis in die Gegenwart kaum thematisiert. Warum das anders werden muss und was wir alle davon haben, erläutert Lucie Veith in ihrem Vortrag. Neben grundlegenden Informationen zu Intergeschlechtlichkeit wird Lucie Veith dabei auch auf in der Ausstellung SuGiS präsentierte Vielfalt der Geschlechterverständnisse eingehen. Abgerundet wird der Vortrag durch die Einordnung des Themas in die Programme der Bundesregierung u.a. zur Förderung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, die auch Anknüpfungspunkte für kommunale Arbeit bieten.

Prof. Dr. Castro Varela

19.05.2021

Queer postkolonial und kontrapunktisch

Geschlecht und Sexualität werden immer noch meist aus einer Perspektive betrachtet, die europäische Vorstellungen zum Maßstab macht. So wird etwa die sexuelle Vielfalt als ein Zeichen für Fortschritt gedeutet, den die Länder des globalen Südens auch erreichen sollten. In Vergessenheit gerät dabei zum einen die Tatsache, dass sexuelle Handlungen und Geschlechtskonzepte von Land zu Land sehr unterschiedlich sein können. Zum anderen wird die postkoloniale Gewalt ignoriert, die dafür gesorgt hat, dass sich europäische Vorstellungen zu Sexualität und Geschlecht durchsetzen konnten und dabei gleichzeitig als modern eingeordnet wurden und werden. Eine postkoloniale Untersuchung deckt diese Gewalt auf, während „kontrapunktische“ Perspektiven dazu beitragen, die globale Vielfalt hörbar zu machen.

Prof. Dr. Castro Varela

Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen: Gender und Queer Studies, Postkoloniale Theorie, Kritische Migrationsforschung, Kritische Bildungswissenschaften, Trauma Studien und Verschwörungsnarrative.

Dr. Lüder Tietz

09.06.2021

Two-Spirit: LSBT*I*/Q im indigenen Nordamerika

Die heutige Situation der Two-Spirits wird vor dem Hintergrund der europäischen Kolonisation indigener Kulturen dargestellt. Erfahrungen aus einer ethnographischen Feldforschung und biographischen Interviews werden genauso einbezogen wie heutige aktivistische und künstlerische Positionen. Nach Gründung einer ersten Coming-out-Gruppe in San Francisco im Jahr 1975 hat sich seit Ende der 1980er Jahre ein Netzwerk von Organisationen in verschiedenen Metropolen Nordamerikas gebildet. Dieses hat 1990 bewusst den Begriff TwoSpirit in Abgrenzung zum früheren eurokolonialen Begriff “Berdache” gewählt, um eine spezifisch indigene Perspektive zu betonen.

Biographische Portraits zeigen viele Unterschiede in der Selbstdefinition bezüglich Ethnizität, Geschlecht und Sexualität auf. Etliche Künstler*innen haben in Romanen, Kurzgeschichten, Gemälden, Installationen usw. die anhaltenden Folgen der Kolonisation auf ihr Leben und ihre spezifischen Empowerment-Stategien thematisiert.

Dr. Lüder Tietz

Gender, Queer und Sexuality Studies, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, freiberuflicher Trainer und Coach.

In Kooperation mit

Gefördert durch
das ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

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